Bei der Hauptuntersuchung scheitern Autos besonders häufig an defektem oder falsch eingestelltem Abblendlicht, verschlissenen Bremsen, Schäden an Federn und Reifen sowie an Ölverlust und Korrosion. Der TÜV-Report 2026 zeigt, dass 21,5 Prozent der untersuchten Pkw erhebliche oder gefährliche Mängel hatten und deshalb keine Plakette erhielten. Grundlage sind rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen aus dem Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Mängel der TÜV-Report 2026 besonders häufig zeigt
- Warum Licht und Bremsen häufig die Plakette verhindern
- Federn, Stoßdämpfer und Reifen als kritische Prüfpunkte
- Ölverlust und Rost bei älteren Autos in Karlsruhe
- Was StVZO und Mängelklassen für die Nachprüfung bedeuten
- So lässt sich das Auto vor dem HU-Termin prüfen
- Besonderheiten bei Elektroautos und modernen Fahrzeugen
- FAQ
TÜV-Report 2026 zeigt die häufigsten HU-Mängel in Deutschland
Für Autofahrer in Karlsruhe gelten dabei dieselben Vorgaben wie im übrigen Bundesgebiet. Die Hauptuntersuchung richtet sich nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Geprüft werden Verkehrssicherheit, Umweltverträglichkeit und die Einhaltung der technischen Vorschriften. Wer neben Reparaturen auch die laufenden Ausgaben im Blick behalten will, findet bei den versteckten Autokosten in Karlsruhe weitere wichtige Kostenpunkte rund um das eigene Fahrzeug.
Ein kleiner Defekt kann ausreichen, damit aus einem schnellen HU-Termin eine Reparatur mit anschließender Nachprüfung wird. Besonders sinnvoll ist deshalb eine Kontrolle von Beleuchtung, Reifen und sichtbaren Bremsbauteilen vor dem Prüftermin. Bei älteren Fahrzeugen sollten zusätzlich Fahrwerk, Korrosion und Flüssigkeitsverluste genau betrachtet werden.
Die aktuelle Sonderauswertung des TÜV-Verbands liefert eine klare Reihenfolge. Auf Platz eins steht das Abblendlicht. Danach folgen Bremsscheiben, Bremsbeläge und Bremsleitungen. Erst anschließend kommen Federn und Reifen. Unter den zehn häufigsten Beanstandungen finden sich außerdem Fahrtrichtungsanzeiger, Ölverlust am Motor, beschädigte oder korrodierte Schweller und Schwingungsdämpfer.
Diese Reihenfolge ist für Karlsruhe relevant, weil die Prüfkriterien nicht von der Stadt abhängen. Hauptuntersuchungen werden nach bundesweit geltenden Vorschriften durchgeführt. Wer einen älteren Gebrauchten besitzt oder kaufen möchte, sollte deshalb nicht nur auf Kilometerstand und Wartungsheft achten. Eine zusätzliche Orientierung bietet die Übersicht dazu, wie sich ein Gebrauchtwagen in Karlsruhe vor dem Kauf prüfen lässt.
Auch die Kostenfrage spielt eine Rolle. Ein Auto mit Wartungsstau kann bereits vor der HU mehrere Reparaturen benötigen. Solche Ausgaben können bei der Wahl zwischen eigenem Fahrzeug und alternativer Mobilität relevant werden. Dazu passt der Vergleich von Carsharing und eigenem Auto in Karlsruhe.
| Rang | Bauteil | Typische Beanstandungen |
|---|---|---|
| 1 | Abblendlicht | Ohne Funktion, unzulässige Lichtquelle, falsche Einstellung oder zu geringe Leuchtwirkung |
| 2 | Bremsscheiben | Verschleiß, starke Korrosion, Riefen, Risse oder mangelhafter Zustand |
| 3 | Bremsbeläge | Verschleiß, Brüche, falsche Montage, lose oder verölte Bauteile |
| 4 | Bremsleitungen | Undichtigkeit, Korrosion, Beschädigung oder unsachgemäße Verlegung |
| 5 | Federn | Bruch, Verschleiß, falsche Montage oder unzulässige Veränderung |
| 6 | Reifen | Beschädigungen, Risse, Beulen, Fremdkörper, zu wenig Profil oder unzulässige Größe |
| 7 | Fahrtrichtungsanzeiger | Ausfall, Feuchtigkeit, beschädigte Befestigung oder unzulässige Lichtfarbe |
| 8 | Motor | Ölverlust mit Abtropfen |
| 9 | Schweller | Durchrostung, Korrosionsschwächung, Schäden oder unsachgemäße Reparatur |
| 10 | Schwingungsdämpfer | Undichtigkeit, ausgeschlagene Lagerung, Korrosion oder unzureichende Wirkung |
Abblendlicht und Bremsanlage entscheiden häufig über die HU-Plakette
Das Abblendlicht ist nach der aktuellen TÜV-Auswertung der häufigste erhebliche oder gefährliche Mangel bei Pkw. Beanstandet werden nicht nur komplett ausgefallene Scheinwerfer. Auch eine deutlich falsche Einstellung, unzulässige Leuchtmittel oder eine zu geringe Leuchtwirkung können relevant sein. Deshalb sollte vor der Fahrt zur Prüfstelle nicht nur kontrolliert werden, ob Licht vorhanden ist.
Zur Lichtanlage gehören außerdem Fernlicht, Standlicht, Fahrtrichtungsanzeiger, Warnblinkanlage, Schlussleuchten, Bremsleuchten, Rückfahrscheinwerfer, Nebelschlussleuchte und Kennzeichenbeleuchtung. DEKRA weist darauf hin, dass auch vorgeschriebene Kontrollleuchten und die Leuchtweitenregulierung Bestandteil der Prüfung sein können.
Bei den Bremsen ist eine Sichtkontrolle allein weniger zuverlässig. Bremsscheiben können verschlissen, stark korrodiert oder beschädigt sein. Bremsbeläge können ihre Verschleißgrenze erreichen oder falsch sitzen. Besonders kritisch sind beschädigte und undichte Bremsleitungen.
Geräusche, Ruckeln, ein seitliches Ziehen beim Bremsen oder ein ungewöhnlich weiches Bremspedal sollten bereits vor dem HU-Termin untersucht werden. Die Prüforganisation kontrolliert nicht nur sichtbare Teile. Auch die Wirkung der Bremsanlage wird gemessen.
- Abblendlicht und übrige Fahrzeugbeleuchtung vollständig einschalten und kontrollieren
- Bremsleuchten am besten mit einer zweiten Person prüfen
- Warnblinkanlage und Fahrtrichtungsanzeiger testen
- Auf ungewöhnliche Geräusche beim Bremsen achten
- Warnmeldungen zur Bremsanlage nicht bis zum HU-Termin ignorieren
Mängel-Ampel vor der Hauptuntersuchung
Licht funktioniert, Reifen sind unbeschädigt und beim Bremsen treten keine Auffälligkeiten auf.
Reifen sind ungleichmäßig abgefahren, das Fahrwerk klappert oder eine Leuchte arbeitet nicht zuverlässig.
Bremsprobleme, beschädigte Reifen, gebrochene Fahrwerksteile oder deutlicher Flüssigkeitsverlust sollten fachgerecht geprüft werden.
Federn, Stoßdämpfer und Reifen werden bei der HU genau geprüft
Nach den Bremsbauteilen folgen im TÜV-Ranking Federn und Reifen. Gebrochene Federn können von außen schwer zu erkennen sein. Hinweise können Geräusche an der Radaufhängung, ein verändertes Fahrverhalten oder eine auffällige Fahrzeughöhe liefern. Auch Stoßdämpfer gehören zu den wichtigen Komponenten des Fahrwerks.
DEKRA nennt mehrfaches Nachschwingen nach Bodenwellen, starkes Eintauchen beim Bremsen, Klappergeräusche und sichtbaren Ölaustritt als mögliche Hinweise auf verschlissene Stoßdämpfer. Die Prüfer betrachten zudem Radaufhängungen und weitere Fahrwerksteile.
Bei Reifen beträgt die gesetzliche Mindestprofiltiefe 1,6 Millimeter. Zusätzlich werden Schäden, Risse, Beulen, Fremdkörper und unzulässige Reifenkombinationen kontrolliert. Auch die montierte Größe muss zum Fahrzeug und den vorhandenen Genehmigungen passen. DEKRA verweist dafür unter anderem auf die Angaben in der Zulassungsbescheinigung Teil I und gegebenenfalls auf die Übereinstimmungsbescheinigung.
Einseitig abgefahrene Reifen können zudem auf Probleme mit Fahrwerksgeometrie oder Radaufhängung hindeuten. Eine Prüfung kurz vor dem HU-Termin sollte deshalb nicht nur die Profiltiefe in der Reifenmitte erfassen. Auch Innenflanken und Seitenwände sind relevant.
Ölverlust und Rost treffen bei älteren Autos besonders kritische Bereiche
Motor und Antrieb müssen ausreichend dicht sein. Im TÜV-Ranking steht Ölverlust am Motor auf Platz acht. Entscheidend ist nicht jeder oberflächliche Ölfilm. Als häufiger erheblicher Mangel nennt die aktuelle TÜV-Auswertung Ölverlust mit Abtropfen.
Wer regelmäßig Flecken unter dem geparkten Fahrzeug entdeckt, sollte die Ursache deshalb vor der Prüfung feststellen lassen. DEKRA weist auch auf Kühlmittelverluste und Schäden an der Abgasanlage hin. Eine stark korrodierte oder undichte Auspuffanlage kann ebenfalls bei der HU auffallen.
Bei älteren Pkw gewinnt Korrosion an Bedeutung. Besonders relevant sind tragende oder stabilitätsrelevante Bereiche. Schweller stehen in der aktuellen Liste der zehn häufigsten HU-Mängel auf Platz neun. Durchrostung und starke Korrosionsschwächung können die Struktur des Fahrzeugs beeinträchtigen.
Oberflächlicher Rost ist nicht automatisch ein Grund zum Durchfallen, strukturell geschwächte oder durchgerostete Fahrzeugteile können dagegen einen erheblichen Mangel darstellen. DEKRA nennt unter anderem Fahrzeugboden, Schweller, Kofferraumboden, Kotflügel und Radkästen als Bereiche, die auf ernsthafte Korrosion kontrolliert werden sollten.
Bei einem älteren Fahrzeug sollten HU-Kosten deshalb nicht isoliert betrachtet werden. Wartungsstau kann auch Versicherungs-, Reparatur- und Nutzungskosten beeinflussen. Ergänzend lohnt sich ein Blick darauf, welche Fehler die Autoversicherung in Karlsruhe verteuern können.
Lampe ausgefallen
Beleuchtung prüfen und den Defekt vor dem Termin beseitigen.
Bremsen machen Geräusche oder vibrieren
Bremsanlage vor der HU fachlich kontrollieren lassen.
Reifen beschädigt oder stark abgefahren
Zustand, Profiltiefe und zulässige Reifengröße prüfen.
Öl oder andere Flüssigkeit tropft
Ursache vor dem Prüftermin feststellen und beheben lassen.
StVZO regelt Plakette, Mängelklassen und Nachprüfung
Die Entscheidung bei der HU hängt nicht nur davon ab, ob ein Defekt vorhanden ist. Entscheidend ist auch dessen Einstufung. Die StVZO unterscheidet unter anderem geringe, erhebliche und gefährliche Mängel sowie Fahrzeuge, die als verkehrsunsicher gelten.
Bei erheblichen Mängeln wird keine Prüfplakette zugeteilt. Die festgestellten Beanstandungen müssen unverzüglich behoben werden. Das Fahrzeug muss spätestens innerhalb eines Monats nach der Hauptuntersuchung zur Nachprüfung vorgeführt werden. Wird diese Frist überschritten, ist grundsätzlich eine neue Hauptuntersuchung erforderlich.
| Ergebnis | Folge bei der HU | Was anschließend gilt |
|---|---|---|
| Keine Mängel | Prüfplakette wird zugeteilt | Nächste reguläre HU nach der vorgeschriebenen Frist |
| Geringe Mängel | Plakette kann zugeteilt werden | Mängel müssen unverzüglich und spätestens innerhalb eines Monats beseitigt werden |
| Erhebliche Mängel | Keine neue Prüfplakette | Reparatur und Nachprüfung innerhalb eines Monats |
| Gefährliche Mängel | Keine neue Prüfplakette | Mängel müssen wegen der unmittelbaren Gefährdung unverzüglich beseitigt werden |
| Verkehrsunsicher | Vorhandene Prüfplakette wird entfernt | Das Fahrzeug darf auf öffentlichen Straßen nicht weiter betrieben werden |
Der TÜV-Report 2026 zeigt außerdem deutlich den Einfluss des Fahrzeugalters. Bei der fünften Prüfung nach elf Jahren fallen laut TÜV-Verband 22,9 Prozent der Fahrzeuge durch. Bei Fahrzeugen im Alter von 15 Jahren liegt der Wert bei 32,9 Prozent.
Vor dem HU-Termin in Karlsruhe lassen sich viele Punkte selbst kontrollieren
Eine vollständige technische Bewertung ersetzt die eigene Kontrolle nicht. Viele leicht erkennbare Fehler lassen sich aber bereits vor dem Termin entdecken. Dazu gehören ausgefallene Lampen, beschädigte Scheibenwischer, zu wenig Reifenprofil oder fehlende Pflichtausstattung.
Bei privat genutzten Pkw ist die erste Hauptuntersuchung in der Regel 36 Monate nach der Erstzulassung fällig. Danach beträgt der reguläre Abstand 24 Monate. Der konkrete Termin steht auf der HU-Plakette, im Prüfbericht und in den Fahrzeugpapieren.
- Alle Außenleuchten einschließlich Kennzeichenbeleuchtung, Bremslicht und Blinker kontrollieren.
- Reifen auf Profiltiefe, Risse, Beulen, Fremdkörper und ungleichmäßigen Verschleiß prüfen.
- Windschutzscheibe, Spiegel, Scheibenwischer und Waschanlage kontrollieren.
- Beim Bremsen auf Geräusche, Vibrationen, Seitenzug und auffälliges Pedalgefühl achten.
- Unter dem abgestellten Fahrzeug nach wiederkehrenden Öl- oder Kühlmittelspuren sehen.
- Warndreieck, Warnweste und Erste-Hilfe-Material auf Vollständigkeit und Zustand prüfen.
- Unterlagen zu technischen Änderungen, Zubehörteilen und abweichenden Rad-Reifen-Kombinationen bereithalten.
Eine nicht genehmigte technische Änderung kann ebenfalls Schwierigkeiten verursachen. Das betrifft beispielsweise bestimmte Fahrwerksänderungen, Zubehörteile, Beleuchtung oder abweichende Rad-Reifen-Kombinationen. Prüforganisationen kontrollieren bei erkennbaren Änderungen, ob erforderliche Genehmigungen und Abnahmen vorhanden sind.
Diese Punkte lassen sich am Auto vorab kontrollieren.
Wer ein Leasingfahrzeug fährt, sollte zusätzlich bedenken, dass technische Mängel nicht nur bei der HU relevant sein können. Vor Rückgabe oder Vertragsentscheidung kann deshalb auch eine Prüfung des Leasingvertrags in Karlsruhe sinnvoll sein.
- Warn- und Kontrollleuchten im Cockpit ernst nehmen
- Hupe und Sicherheitsgurte auf Funktion prüfen
- Frontscheibe auf Steinschläge und störende Beschädigungen kontrollieren
- Auf lose oder beschädigte Karosserieteile achten
- Bei Umbauten vorhandene Prüfzeugnisse und Genehmigungen bereithalten
- Bei deutlich auffälligem Fahrverhalten vor der HU eine Werkstatt aufsuchen
Elektroautos haben bei Bremsen und Achsaufhängungen eigene Schwachstellen
Elektroautos werden grundsätzlich ebenfalls auf sicherheitsrelevante Komponenten geprüft. Der TÜV-Report 2026 zeigt jedoch bei einzelnen Modellen besondere Auffälligkeiten an Achsaufhängungen, Bremsscheiben und Beleuchtung.
Ein technischer Grund liegt bei den Bremsen in der Rekuperation. Elektrofahrzeuge verzögern einen Teil der Zeit über den Elektromotor. Dadurch wird die mechanische Bremse teilweise seltener eingesetzt. Der TÜV-Verband weist darauf hin, dass dies zu Problemen an den Bremsscheiben beitragen kann. Gleichzeitig kann das höhere Gewicht der Antriebsbatterie die Achsaufhängungen stärker beanspruchen.
Ein Elektroauto besteht die HU deshalb nicht automatisch leichter als ein vergleichbarer Verbrenner. Entscheidend sind Zustand und Funktion der sicherheitsrelevanten Bauteile. Warnmeldungen zum Hochvoltsystem sollten grundsätzlich von einem dafür qualifizierten Betrieb geprüft werden.
Bei modernen Fahrzeugen gewinnt außerdem die Elektronik an Bedeutung. DEKRA beschreibt elektronische Prüfungen über die Fahrzeugschnittstelle als Bestandteil der heutigen Hauptuntersuchung. Neben mechanischen Komponenten werden damit auch elektronische Systeme und vorhandene Fehlfunktionen einbezogen.
Wichtigste Punkte zum Merken
- Abblendlicht steht im TÜV-Report 2026 an der Spitze der häufigsten erheblichen und gefährlichen HU-Mängel.
- Bremsscheiben, Bremsbeläge und Bremsleitungen folgen direkt dahinter.
- Auch gebrochene Federn, beschädigte Reifen und defekte Stoßdämpfer führen regelmäßig zu Beanstandungen.
- Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Pkw-Reifen beträgt 1,6 Millimeter.
- Abtropfender Ölverlust kann bei der Hauptuntersuchung als erheblicher Mangel bewertet werden.
- Starke Korrosion an Schwellern und tragenden Bereichen ist besonders kritisch.
- Bei erheblichen Mängeln gibt es keine neue Prüfplakette.
- Die Nachprüfung muss grundsätzlich innerhalb eines Monats erfolgen.
- Für privat genutzte Pkw ist die erste HU in der Regel nach 36 Monaten und danach alle 24 Monate fällig.
FAQ
Was fällt beim TÜV am häufigsten durch?
Nach der Sonderauswertung des TÜV-Reports 2026 steht das Abblendlicht auf Platz eins. Danach folgen Bremsscheiben, Bremsbeläge und Bremsleitungen.
Gibt es bei der Hauptuntersuchung in Karlsruhe andere Regeln als im übrigen Deutschland?
Nein. Die Hauptuntersuchung richtet sich nach bundesweit geltenden Vorschriften der StVZO. Die technischen Prüfmaßstäbe gelten damit auch für Fahrzeuge in Karlsruhe.
Kann ein Auto mit einem geringen Mangel trotzdem eine Plakette bekommen?
Ja. Bei geringen Mängeln kann eine Prüfplakette zugeteilt werden. Die festgestellten Mängel müssen dennoch unverzüglich und spätestens innerhalb eines Monats beseitigt werden.
Wie lange bleibt nach einer nicht bestandenen HU für die Nachprüfung?
Bei erheblichen Mängeln muss das Fahrzeug nach der Reparatur spätestens innerhalb eines Monats nach der ursprünglichen Hauptuntersuchung wieder vorgeführt werden.
Welche Reifenmängel sind bei der HU wichtig?
Geprüft werden unter anderem Profiltiefe, Beschädigungen, Risse, Beulen, Fremdkörper, zulässige Reifengröße und auffälliger Verschleiß. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter.
Müssen Elektroautos ebenfalls regelmäßig zur HU?
Ja. Für sie gelten die vorgeschriebenen HU-Fristen ebenfalls. Bei Elektroautos können unter anderem Bremsen und Achsaufhängungen besondere Aufmerksamkeit erfordern.
Wer mit einem Auto in Karlsruhe zur Hauptuntersuchung fährt, sollte vor allem Licht, Bremsen, Fahrwerk, Reifen und sichtbare Flüssigkeitsverluste kontrollieren. Die aktuelle TÜV-Auswertung zeigt, dass gerade diese Bereiche besonders oft für erhebliche oder gefährliche Mängel verantwortlich sind. Ein gepflegtes Fahrzeug mit intakter Beleuchtung und funktionierenden Verschleißteilen reduziert das Risiko einer notwendigen Nachprüfung. Bei sicherheitsrelevanten Auffälligkeiten sollte die Ursache bereits vor dem HU-Termin fachgerecht geklärt werden.
Quelle: TÜV-Verband, TÜV-Report 2026, DEKRA Deutschland, TÜV SÜD, Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung des Bundesministeriums der Justiz.