Serviced Apartments
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In der Karlsruher Kaiserstraße entsteht ein neues Wohnkonzept. Das Unternehmen Limehome plant, mehrere Etagen eines Gebäudes in moderne Serviced Apartments umzuwandeln. Während bezahlbarer Wohnraum in der Stadt knapp ist, zeigt ein Gutachten, dass kein zusätzlicher Bedarf an Hotels besteht. Trotzdem setzt Limehome auf Expansion in der zentralen Innenstadtlage.

Inhaltsverzeichnis:

Limehome expandiert in Karlsruhe

Limehome ist bereits in Karlsruhe vertreten. In der Sophienstraße betreibt das Unternehmen mehrere Apartments. Nun wird ein zweiter Standort in der Kaiserstraße 178–182 hinzugefügt. Bis 2028 sollen dort 126 neue Apartments entstehen. Diese bieten eine Alternative zu klassischen Hotels und richten sich an Stadt- sowie Geschäftsreisende.

Das Konzept von Limehome basiert auf digitalem Check-in und Check-out. Dies reduziert den Verwaltungsaufwand und ermöglicht eine flexible Nutzung. In der Kaiserstraße wird es eine größere Auswahl an Suiten geben, die Platz für bis zu sechs Personen bieten. Damit unterscheidet sich das Angebot von den bisherigen Apartments in der Sophienstraße.

Warum Serviced Apartments statt regulärer Wohnungen?

Die Entscheidung, das Gebäude als Serviced Apartments zu nutzen, basiert auf zwei zentralen Aspekten. Zum einen zeigt ein Hotelgutachten von 2024, dass Karlsruhe keine weiteren Hotels benötigt. Zum anderen herrscht in der Stadt ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Dennoch argumentiert Limehome, dass ihre Apartments eine preiswerte Lösung für Reisende darstellen.

Das Unternehmen trifft seine Expansionsentscheidungen auf Grundlage von Datenanalysen. Die durchschnittliche Auslastung der Limehome-Apartments liegt bundesweit bei 90 Prozent. In der Sophienstraße erreichte sie kurz nach der Eröffnung bereits über 80 Prozent. Karlsruhe gilt für Limehome als attraktiver Standort mit hoher Nachfrage.

Herausforderungen bei der Umnutzung des Gebäudes

Für die geplante Umwandlung der Büroflächen in Apartments ist eine Baugenehmigung der Stadt erforderlich. Büros können einfacher in gewerbliche Unterkünfte als in reguläre Wohnungen umgewandelt werden. Die rechtlichen Hürden für eine Wohnnutzung sind höher, was den Ausschlag für die Entscheidung zugunsten der Serviced Apartments gab.

Der Eigentümer des Gebäudes, die SV Sparkassenversicherung, prüfte verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Eine Analyse zeigte, dass die Nachfrage nach Serviced Apartments besonders hoch ist. Letztendlich setzte sich das Limehome-Konzept gegen andere Optionen durch. Die neuen Apartments sollen eine moderne und flexible Unterkunftsmöglichkeit im Zentrum von Karlsruhe bieten.

Quelle: ka-news.de